klassenunterschiede im feministischen bewegungsalltag_roßhart

julia roßhart

klassenunterschiede im feministischen bewegungsalltag. anti-klassistische interventionen in der frauen- und lesbenbewegung der 80er und 90er jahre in der brd

 

»prololesben bildet banden!«1 dokumentieren, sammeln und fragen stellen – dieser band arbeitet gegen das vergessen anti-klassistischer interventionen im feministischen gedächtnis. denn eine einheitliche frauenlesbenbewegung hat es nie gegeben

softcover, 13,7 x 20,8 cm, ca. 500 seiten

preis: 19,80 euro
isbn: 978-3-945644-06-5
reihe: wissen_bewegen
erscheinungsdatum: dezember 2016

beschreibung: »klassismus? bekämpfen! aber was hat das mit mir zu tun?!« klassismus ist eine sehr wirkmächtige diskriminierungsform und fast in allen gesellschaftlichen strukturen zu finden. dennoch werden klassistische diskriminierungen auch innerhalb politischer, aktivistischer communitys wenig problematisiert.

feministische akteurinnen der 80er und 90er jahre machten darauf aufmerksam, wie klassenunterschiede den bewegungsalltag prägten. aktiv arbeiteten sie dagegen an. sie gründeten gruppen und riefen ein umverteilungskonto ins leben. sie sprachen über klassenherkunft, persönliche diskriminierungserfahrungen und geld. sie schrieben texte, suchend und fragend, wütend und offensiv, selbstermächtigend und inspirierend. sie übten kritik und forderten solidarität und veränderungen ein. genau jenen anti-klassistischen interventionen innerhalb der autonomen frauen- und lesbenbewegung der brd ist das buch »Klassenunterschiede im feministischen Bewegungsalltag« gewidmet.

durch recherchen in bewegungszeitschriften und -büchern, in programmheften und protokollen, ergänzt durch gespräche mit protagonistinnen, gelingt es julia roßhart, damalige feministische szenen lebhaft und nah heranzuholen. sie bettet die aktivitäten bewegungsgeschichtlich ein, bringt sie miteinander in dialog und würdigt sie als bestandteil feministischer bewegung und theoriebildung.

nicht zuletzt bietet diese wichtige aufarbeitung inspirationen für gegenwärtige linke_queere_feministische politik und aktivismen.

julia roßhart, geb. 1981, ist freie Lektorin für Fach- und Sachtexte und Schreibberaterin für wissenschaftliches Schreiben. Außerdem publiziert sie zu Feminismus, Klasse und Diskriminierung. Sie hat Soziologie studiert und in den Gender Studies promoviert. Das vorliegende Buch ist die Veröffentlichung ihrer Dissertation.

1hering/ag prololesben 1989

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