Dezember 2023

Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter

Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter Ein äußerst flüssig geschriebener Roman, die mitunter richtig Spaß macht zu lesen. Doch halt! Was genau macht da Spaß? Das leise Lachen, was ich zu Beginn ab und zu hatte, weil mir alles in der Familie fast zu absurd vorkam, ist mit der Zeit mehr und mehr meinem Entsetzen gewichen – ich fand es teilweise fast unaushaltbar. Worum geht es also? Der Roman erzählt die Jahre 1983 bis 1986 aus der Sicht von Ela, einem am Anfang 4- oder 5-jährigen Mädchen, welches auf die Konstellation ihrer Eltern blickt. Nach einem Jahr kommt noch ein...

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Elnaz Farahbakhsh zu Gast beim Podcast „literarisch, solidarisch“

Wieso sind wir alle immer so neidisch aufeinder? Welche Strategien gibt es, um besser mit Neid umzugehen, wenn jemand anderes das Stipendium bekommt, dass wir auch haben wollten? Wird Neid vom Literaturbetrieb befeuert, oder sind wir selber Schuld? Raphaela Edelbauer und Elnaz Farahbakhsh sprechen gemeinsam mit Dara Brexendorf und Hatice Açıkgöz über ihre Erfahrungen mit Neid und plaudern aus dem literarischen Nähkästchen. Hier geht es zur Podcastfolge.  

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Begleitwort zur Übersetzung | Sharif Bitar über „Solidarisch füreinander sorgen“ (Dean Spade)

Es kommt nicht häufig vor, dass mich das Übersetzen eines Textes so nah im Alltag begleitet, wie es Dean Spades Solidarisch füreinander sorgen getan hat. Dass es bei diesem Buch so war, hängt nicht nur damit zusammen, wie wichtig die Botschaften des Buches sind, sondern auch damit, wie konkret, wie unmittelbar anwendbar Deans Gedanken und Vorschläge sind. Ein weiterer Grund war, dass die Arbeit an Solidarisch füreinander sorgen mit einer Reihe sprachlicher und inhaltlicher Herausforderungen einherging, die über den Text hinausgehen. In diesem Begleitwort möchte ich einige der Überlegungen, die beim Übersetzen besonders wichtig waren, näher beleuchten. Diskriminierungssensibel aus dem...

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Regina Scheer: Bittere Brunnen

Regina Scheer: Bittere Brunnen. Hertha Gordon-Walcher und der Traum von der Revolution Regina Scheer ist mir als Romanautorin sehr gut bekannt. Ihre Romane Machandel und Gott wohnt im Wedding schätze ich sehr, schildern sie doch große Geschichte an ganz konkreten menschlichen Schicksalen. Ähnlich verhält es sich auch mit Bittere Brunnen – dem Buch, mit dem Regina Scheer dieses Jahr den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse gewonnen hat. Regina Scheer schildert in dem Buch das Leben von Hertha Gordon-Walcher, die sie persönlich kannte: sie war eine Freundin der Mutter und des Lebenspartners der Mutter. Sie gehörte zu den wenigen Bekannten, die Regina...

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