Jahresprogramm 2026

Zusammenfassung

Es wird das Jahresprogramm 2026 vorgestellt. Es erscheinen sechs neue Titel zu den Themen Natur-Mensch-Verbindung, Erinnerungskultur, Anti-Rassismus und dem Umgang mit internalisierter Diskriminierung.

Wir freuen uns sehr, euch heute unser Jahresprogramm für das nächste Jahr vorstellen zu können. Insgesamt werden sechs neue Titel erscheinen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die geplanten Titel für das nächste Jahr unter dem Begriff „Jahresplanung“ zusammenzufassen und nicht unter dem in der Buchbranche üblichen Begriff „Vorschau“. Das hat verschiedene Gründe: Eine Vorschau erscheint in der Regel zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst. Da wir ein kleiner Verlag sind und es uns wichtig ist, ressourcenschonend zu arbeiten und nachthaltig zu publizieren, gehen wir im nächsten Jahr einen neuen Weg und präsentieren ein Programm für das gesamte Jahr. So gehen wir achtsam mit unseren eigenen Kraft-Ressourcen sowie mit den Ressourcen Papier, Druckfarben und CO2 um.

Gavin Van Horn, Robin Wall Kimmerer, John Hausdoerffer (Hg.) – wesen verbunden sein und menschen verbunden sein (Verbunden sein-Reihe, Band drei und vier)

Zum einen werden Band drei und vier der Verbunden sein-Reihe erscheinen. wesen verbunden sein – Band drei – fokussiert, wie wir Menschen uns als gleichberechtigte Partn*erinnen zu anderem Lebendigem verstehen können. Der vierte Band, menschen verbunden sein, führt verschiedene Ansätze unterschiedlicher Traditionen ein, die erlebbar machen, was es heißt alle Lebewesen, Landschaften, Flüsse und Berge als gleichrangiges Leben neben den Menschen zu verstehen.

Wahinkpe Topa (Four Arrows) und Darcia Narvaez. Aus dem us-amerikanischen Englischen von Sharif Bitar: Kurswechsel – Indigene Grundlagen für eine Welt im Gleichgewicht

Der Titel stellt 28 Kern-Konzepte Indigener Weltsichten werden hier anhand von Aussagen zentraler Indigener Aktivist*innen eingängig und differenziert vor. Das Buch präsentiert eine einzigartige Vielfalt Indigener, welterhaltender Ansichten in einer innovativen Form: Ausgehend von einem zentralen Zitat diskutieren die beiden Herausgebenden Wahinkpe Topa (Four Arrows) und Darcia Narvaez mit ihren unterschiedlichen professionellen Hintergründen dieses Zitat in einer Vielschichtigkeit, die neue Perspektiven, Ansätze und Handlungsweisen eröffnet. Die vorherrschende westliche Weltsicht, ihre Vorstellungen, Normen und Bewusstseinsformen werden so differenziert neu kontextualisiert. Sie sind damit nicht länger zwingend und unhintergehbar. Mit dem Lesen dieses Buches öffnen sich neue Wahrnehmungsmöglichkeiten der momentanen Situation und Optionen auf eine veränderte Haltung und Handlungsweise. Ein lebensveränderndes, grundlegendes Buch! Spannend wie ein Krimi des eigenen, bisher in vielem noch nicht so wahrgenommenen Lebens. Nachschlagewerk und Inspirationsquelle für immer neue Perspektiven und Inspirationen. Ein Buch, dass das eigene Denken dekolonisiert.

Talya Feldman und Rachel Spicker: Wir sind hier – Erinnerung, Widerstand und der öffentliche Raum

Von Merseburg über Solingen bis München und Hanau: Wie kann eine Erinnerungskultur aussehen, die die Opfer rechtsextremer Gewalt angemessen würdigt? Wie kann und soll dieses Gedenken im öffentlichen
Raum praktiziert werden und von wem? Der Interview- und Kunstband WIR SIND HIER ist ein eindringlicher und berührender Appell für aktives Gedenken in unseren Städten und die Wiederaneignung urbaner
Räume durch neue Formen des Erinnerns und aktiven Einschreibens. WIR SIND HIER erweitert die bestehende digitale Kartografie rechtsextremer Gewalt in Deutschland, in dem sie die Erfahrungen von Angehörigen und Freund*innen der Opfer in den Mittelpunkt rückt.

Djamila Ribeiro. Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Rosa Rodrigues und Marília Pinheiro Pereira: Antirassismus – ein Leitfaden

»Antirassismus. Ein Leitfaden« richtet sich an alle, die verstehen möchten, wie sie rassismusfrei leben können, unabhängig davon, ob sie Schwarze oder nicht-Schwarze Menschen sind. Die Autorin Djamila Ribeiro erklärt leicht verständlich zentrale Begriffe wie strukturellen Rassismus, Weiß sein und weiße Privilegien, Schwarze Identität, Sichtbarkeit und Repräsentation, internalisierten Rassismus sowie das historische und strukturelle Verschwinden von Schwarzem Wissen in Medien und Wissenschaft. Sie zeigt, wie Rassismus unbewusst unsere Wahrnehmungen und Handlungen prägt und tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist.

Sannik Ben Dehler: Internalisierte Diskriminierung liebevoll an die Hand nehmen

Was macht es mit queeren Jugendlichen, wenn sie in Schule, Familie und Peer Groups Diskriminierung erfahren? Wenn sie nicht dazugehören? Wenn das Umfeld nicht weiß, wie es unterstützen kann? Viele kämpfen
auch als Erwachsene mit den Folgen ihrer Diskriminierungserfahrungen und fehlender Unterstützung durch nahestehende Personen. Hier setzt das Buch an: Es lädt junge trans* Menschen ein, die eigene internalisierte Diskriminierung nicht klein- oder wegzureden, sondern mit ihr spazieren zu gehen.