15.06.21 | 16:00 Vortrag Scham umarmen

Bei der Diversity-Woche DIGITAL ist Sannik Ben Dehler am Dienstag, 15. Juni 2021, um 16 Uhr mit einem Vortrag dabei und stellt sein Buch Scham umarmen. Umgang mit Diskriminierungen und Privilegien vor. Wie geht es Scham zu umarmen, statt vor Scham im Boden zu versinken? Kennst du das: Du wirst in einer Situation diskriminiert und schämst dich dafür, zweifelst an dir selbst, obwohl du ja gar nicht dafür verantwortlich bist. Oder du bekommst eine diskriminierende Handlung mit und greifst nicht ein – weil dir das alles irgendwie unangenehm ist und du spontan nicht weißt, wie es gut wäre zu handeln....

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Yaa Gyasi: Transcendent Kingdom

Yaa Gyasi: Transcendent Kingdom Den ersten Roman von Yaa Gyasi – Homegoing – habe ich geliebt – und denke noch heute viel an ihn – an die Weise wie die Verbindung und Verstrickung von Leben über viele Generationen hinweg hier so deutlich aufgezeigt wird – die Rolle, die Kolonialismus und Versklavung im Leben von Menschen und ihren Nachkommen über mehrere hundert Jahre spielt, die Lebensmöglichkeiten, die dadurch gewaltvoll vorgegeben sind und die Lebensentscheidungen, die dadurch geprägt sind, ob sie es bewusst wissen oder nicht. 'Homegoing' ist in vieler Hinsicht ein grandioser Roman, ein Roman, den ich immer wieder zu lesen...

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Neuerscheinung: Praxis-Handbuch zu Gender und Sprache

Endlich ist es ist soweit: Das Praxis-Handbuch "Wie schreibe ich divers? Wie spreche ich gendergerecht?" von Lann Hornscheidt und Ja'n Sammla ist fertig gedruckt und ab sofort lieferbar. Ihr sucht nach konkreten Formulierungsvorschlägen und Beispielen für genderneutrales Schreiben und Sprechen? Ihr möchtet Texte, Formulare, Nachrichten und Gespräche so formulieren, dass sich auch Personen angesprochen fühlen, die sich nicht als Frauen und Männer verstehen? Dann empfehlen wir euch dieses kleine Nachschlagewerk, als immerwährende Inspirationsquelle, zum Nachdenken und Diskutieren mit anderen. Hier könnt ihr mehr über das Praxis-Handbuch erfahren und es bestellen: click

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Monika Held: Der Schrecken verliert sich vor Ort

Buchcover Der Schrecken verliert sich vor Ort

Monika Held: Der Schrecken verliert sich vor Ort Lena, Dolmetscherin im Auschwitz-Prozess und Heiner, ehemaliger KZ-Insasse und Zeuge in diesem Prozess lernen sich vor dem Gerichtssaal kennen und beginnen eine Liebesbeziehung. Diese Beziehung wird in dem Roman über 30 Jahre begleitet in ihrem Versuchen, sich selbst und die andere Person zu verstehen, das eigene Leben, die Erinnerung, die Kontakte und das, was es mit Heiner macht, Auschwitz überlebt zu haben. Der Roman beginnt also jenseits des konkreten Schreckens von Auschwitz während des Zweiten Weltkriegs damit, wie eine Person diesen persönlich erlebten Schrecken nach dem Ende des Krieges überlebt, wie sie...

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Buchempfehlungen aus 2020

Ihr seid auf der Suche nach neuem Lesestoff? Auf der Website des Berliner Buchladens Zabriskie findet ihr Empfehlungen und Kurzrezensionen für spannende Bücher, die 2020 erschienen sind. Dabei sind u.a. Empfehlungen für zwei Bücher, zu denen in unserem Bücher_Blog bereits längere Rezensionen veröffentlicht sind („Ceremony“ von Leslie Marmon Silko und „Im Fallen lernt die Feder fliegen“ von Usama al Shahamani). Auf der Zabriskie-Website findet ihr außerdem kurze Rezensionen von Lann Hornscheidt zu diesen Büchern: „The Force of Nonviolence“ von Judith Butler, Verso Books 2020 „Braiding Sweetgrass“ von Robin Wall Kimmerer, Milkweed Editions 2013 „Sacred Instructions“ von Sherri Mitchell, North Atlantic Books 2018...

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noch mehr Buchempfehlungen aus 2020

noch mehr Buchempfehlungen aus 2020 Noch mehr Empfehlungen für spannende Bücher, die 2020 erschienen sind, findet ihr auf der Website des Berliner Buchladens Zabriskie. Neben den Empfehlungen für zwei Bücher, zu denen im Bücher_Blog bereits Rezensionen veröffentlicht sind („Ceremony“ von Leslie Marmon Silko und „Im Fallen lernt die Feder fliegen“ von Usama al Shahamani), findet ihr dort außerdem kurze Rezensionen von Lann Hornscheidt zu diesen Büchern: „The Force of Nonviolence“ von Judith Butler, Verso Books 2020 „Braiding Sweetgrass“ von Robin Wall Kimmerer, Milkweed Editions 2013 „Sacred Instructions“ von Sherri Mitchell, North Atlantic Books 2018 (deutsche Übersetzung "Aktivismus heißt Verbindung", 2020...

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Brit Bennett: Die verschwindende Hälfte

Brit Bennett: Die verschwindende Hälfte Ein sehr rund erzähltes Buch, beginnend mit dem Aufwachsen der Zwillinge Desiree und Stella in Mallard, einer Kleinstadt im Süden der USA in den 60er Jahren. Mallard ist eine Stadt, in der Schwarze Menschen in Zeiten rassistischer Segregation leben. Die Schwarzen in Mallard sind hellhäutig, sehen teilweise weiß aus (für weiße Blicke) und einzelne können daher in weißen Kontexten als weiß passen. Die Zwillinge sind unzertrennlich. Mit 16 laufen sie weg von zu Hause, ihr Vater gelyncht, als sie kleine Kinder waren, die Mutter zu ewigem schlecht bezahltem Putzen in reichen weißen Familien verurteilt, und...

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21.01.21 | 17h: Online-Vortrag “Wie frei ist Gender?”

Am Donnerstag den 21.01.2021 um 17 Uhr sprechen Lann Hornscheidt und Katharina Mangold (Europa Universität Flensburg) aus biografischer und diskriminierungskritischer sowie rechtlicher Perspektive darüber, wie frei Gender aktuell ist und welche Auswirkungen diese Situation für Menschen und Gesellschaft hat. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe “Diversity im Hochschulkontext”, die von der Fachhochschule Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Muthesius Kunsthochschule Kiel organisiert wird. Ihr wollt mehr darüber erfahren, wie es möglich ist das eigene Sein von der Gewalt, die Gender ist, zu befreien? Dann empfehlen wir euch das Buch Exit Gender von Lann Hornscheidt und Lio Oppenländer (w_orten &...

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Leslie Marmon Silko: Ceremony

Leslie Marmon Silko: Ceremony 1977 erstmal erschienen, ist Ceremony die Geschichte von Tayo, einer Indigenen Person, die für die USA als Soldat am zweiten Weltkrieg teilnimmt zusammen mit Tayos Kusin, der dort stirbt. Zurück in der Heimat als schwer traumatisierte Person ist es schwierig für Tayo wieder Fuß zu fassen. Die eigene Familiengeschichte – eine von der Indigenen Community verstoßene Mutter, ein Aufwachsen ohne diese als Kind einer Indigenen und eines unbekannten Weißen, das Gefühl eigenen Versagens, indem Tayo nicht auf den eigenen Kusin aufpassen konnte, der Tod der einzigen Person aus der Familie, die Tayo neben dem Kusin Halt...

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