Die Grammatik der Lebendigkeit

Zwei Essays

Aus dem us-amerikanischen Englisch von Alakati Neidhardt
48 Seiten | Softcover | 11 x 16,2 cm
ISBN 978-3-945644-22-5

Band 1 kleine Schriften
Erscheinungsdatum: Januar 2021

6 €

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Buchcover: Robin Wall Kimmerer – Die Grammatik der Lebendigkeit

Die Grammatik der Lebendigkeit

Dieser kleine Essayband führt ein in die Ideen einer zentralen nordamerikanischen Indigenen Stimme für eine friedfertige, ökologische und nachhaltige Veränderung der Welt. Robin Wall Kimmerer illustriert, wie durch Dankbarkeit Streit und Auseinandersetzungen in neue Spuren gelenkt und so zu neuen Verbindungen führen könnten: zwischenmenschlich, kollektiv, staatlich, weltweit.

Der zweite Essay zeigt auf, wie grundlegend Gewalt in Sprache wortwörtlich ins Denken eingeschrieben ist. Hier wird deutlich: Das Sein ist viel tiefer durch Sprache normalisierte Gewalt strukturiert, als es bisher diskutiert worden ist.

Für welche Personen ist das Buch zu empfehlen?

• Für Menschen, die neue Ansätze suchen für die drängenden Probleme: Klimazerstörung, Kapitalismus, Unmenschlichkeit.
• Für Menschen, die Inspirationen wollen für eine Infragestellung des eigenen Denkens.
• Für Menschen, die sich für Sprachmacht, Achtsamkeit und Ökologie interessieren.

Robin Wall Kimmerer

Robin Wall Kimmerer ist Autorin und Wissenschaftlerin und eine wichtige Stimme für die Verbindung von Indigenem mit akademischem Wissen. Sie ist Gründungsdirektorin des Center for Native Peoples and the Environment. Kimmerer ist Mitperson der Citizen Band Potawatomi. Sie lebt auf einer alten Farm mit großem Garten in Upstate New York.
Ab Herbst 2024 erscheint bei w_orten & meer die von Kimmerer mit-herausgegebene Reihe verbunden sein.

Über_setzung

Aus dem us-amerikanischen Englisch von Alakati Neidhardt.

„Robin [Wall Kimmerers] Arbeit verknüpft ihre wissenschaftliche Ausbildung mit Indigenem Wissen. In Geflochtenes Süßgras: Die Weisheit der Pflanzen (Aufbau 2021) geht sie ihrer eigenen Geschichte von Verlust und Heilung nach, die sie als Angehörige der Potowatomi erlebt hat, und beschreibt, wie Indigene Perspektiven den Umgang mit einer lebendigen Welt verändern können. Das wird wahrscheinlich nirgendwo so deutlich wie in Grammatik der Lebendigkeit (w_orten&meer 2021), einer Gegenüberstellung der Potowatomi-Sprache mit dem konventionellen Englisch und seinen objektivizierenden Pronomen. Sie bringt das überzeugende Argument an, dass die Grundlage einer ethischen Revolution eine sprachliche sein muss. Ein guter Anfang wäre dabei ki (das Pronomend, das Robin für alle nichtmenschlichen Verwandten vorschlägt) respektvoll und vollumfassend anzuerkennen.“ (Gavin Van Horn, In dem Vorwort zu der verbunden sein Reihe)

„Wie nenne ich ein Stück Holz, wenn ich Bäume genauso achte wie Menschen – die ja auch in totem Zustand Respekt genießen? Was bedeutet es, Tiere und Pflanzen als Mitgeschöpfe anzuerkennen und sie dennoch zu essen? Von Fragen wie diesen lässt sich viel lernen: Über einen anderen Umgang mit der Natur, aber auch darüber, wie Sprache Beziehungen definiert und verändert.“
– Sabine Rohlf

Dieser Essayband eröffnet eine neue Reihe von kleinen Schriften: kleines Format, geringer Preis, große Inhalte. Die Bände möchten Diskussionen eröffnen und Perspektiven ermöglichen, die quer zu gängigen Argumentationen liegen. Empowernd – inspirierend – positioniert – neu!

Band 2 dieser Reihe ist im Mai 2021 auf Deutsch erschienen: Mit allem was wir leben! Ein Manifest für radikale trans*formative Bewegungen von Morgan Bassichis, Alexander Lee und Dean Spade.

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